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Chau Doc Reise Information Vietnam

c_d_1Chau Doc im Südwesten nahe der kambodschanischen Grenze beherbergt heute eine kosmopolitische Mischung aus Vietnamesen, Chinesen, Khmer und Cham. Doch in dieser Region nahmen die vietnamesischen Auseinandersetzungen mit Kambodscha und China Ende der siebziger Jahre ihren Ausgang. Im nahen Ba Chuc ist die Erinnerung an das dortige Massaker vom April 1978 mit mehr als 3.000 Toten und nur zwei Überlebenden noch sehr wach.

c_d_2Das heutige alltägliche Leben dreht sich vorwiegend um Seidenproduktion und Fischzucht. Die Häuser schwimmen auf einer Konstruktion aus Fässern oder Kanistern auf dem Wasser. Oft finden sich darunter große Metallkäfige, in denen Fische gezüchtet werden. Meist ist es der fett- und grätenarme Pangasius – Ca Ba Sa, der in acht bis zehn Monaten auf ein Gewicht von mehr als einem Kilo gemästet wird.

c_d_3Der gemächlich dahinfließende Mekong-Flußarm Hau Giang bietet in Chau Doc vielen der 20.000 hier lebenden Cham eine Chance, die Bodensteuer für Bauten auf dem Land zu umgehen. Sie bauen ihre Häuser auf Pfählen in das Flussufer hinein.

c_d_4Die hinduistisch und islamisch geprägte Tay An Pagode am Fuße des fünf Kilometer entfernten Berges Mui Sam. Auf dessen Gipfel mit weitem Blick hinein nach Kambodscha stand einst die Statue der Lady Chua Xa – im frühen 19. Jahrhundert versuchten Siamesen der Legende nach sie zu stehlen. Doch beim Transport den Berg hinunter wurde sie immer schwerer und die Diebe gaben schließlich auf.

c_d_5Rund um das Zentrum der Markthalle erschließt sich die Geschäftigkeit bis in die kleiner werdenden Gassen hinunter zum Fluss. Die Verkaufsstände, Garküchen und mobilen Dienstleister reihen sich eng aneinander. Und es gibt alles, was das Herz begehrt.