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Sa Pa Reise Information Vietnam

s_p_1Sa Pa und der Fan Si Pan. Eine kleine Stadt und das Dach Indochinas. Vielleicht haben sich hier im Zauber der spektakulären Wolken und mystischen Nebelerscheinungen der Drachenkönig Lac Lan Quan, der Herrscher der Meere und die Fee Au Co, die Göttin der Berge getroffen und die hundert Söhne gezeugt, die der Legende nach die Vorfahren aller Vietnamesen sind.

s_p_2Sa Pa ist seit jeher  eine Marktstadt für die ganze Region. Keine Treppe, keine Nische, die nicht zum Angebot aller erdenklichen Waren genutzt wird. Schwer beladene Bambuskörbe und Tragegestelle geben Einblick in das mühsame alltägliche Leben der Träger, deren Freundlichkeit und Offenheit dem westlichen Besucher zu Denken gibt.

s_p_3Zwei Bevölkerungsgruppen der insgesamt 54 ethnischen Minderheiten überwiegen in Sa Pa und den umliegenden Dörfern. Die schwarzen H’Mong, eine von fünf Untergruppen der H‘Mongs, sind an ihrer indigogefärbten dunkelblauen, fast schwarzen Kleidung zu erkennen. Die roten Daos an ihrer farbenfrohen roten Tracht. Beide Gruppen schmücken sich mit silbernen Ringen und Ketten an Armen, Fingern, Hals und Ohren – als Wertanlage und Schmuck, aber auch zum Schutz gegen Krankheiten und böse Geister.

s_p_4Wie es spürbar ist in ganz Vietnam, gibt es auch hier im nördlichen Bergland und der Provinz Lao Cai keine Auseinandersetzungen um Land und Ressourcen, wegen Rasse oder Religion. Jede Minderheit bewahrt ihre Gepflogenheiten, ihre Sprache und ihre Feste – mehr als 20 offizielle Feiern aller Gruppen erlebt die Region jedes Jahr.

s_p_5Wege und Dörfer unterhalb von Sa Pa liegen meist im Nebel und laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Die eigentümliche Stimmung des sich im Nebel brechenden Sonnenlichts und die aus dem Leben der Bevölkerung gewonnenen Eindrücke schaffen unvergessliche Erinnerungen.

s_p_6Der Pass, vielleicht die Heimat von Phat May, der ursprünglichen Naturgöttin der Wolken, führt auf einer Höhe von mehr als 2.000 m in Richtung Lai Chau und zur chinesischen Grenze. Die Landschaft ist geprägt durch terrassenförmig angelegte Reisplantagen, die sich mit gleichmäßigen Linien an die mächtigen Gebirge schmiegen – „Leitern“ auf das Dach Indochinas.