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Hue Reise Information Vietnam

h_1Hue in der Mitte Vietnams ist die ehemalige Kaiserstadt und war 143 Jahre lang (1802 bis 1945) die Hauptstadt. Nur knapp südlich der Grenze zwischen Nord- und Südvietnam gelegen, erlebte die Region die schwersten Kämpfe des Vietnamkriegs. Heute kommt Hue der Bedeutung seines Namens eher wieder nach – Harmonie strahlt die Stadt auf beiden Seiten des Song Huong – dem „Fluss der Wohlgerüche“ aus.

h_2Zugleich ist Hue eine spirituelle Stadt. In 300 Tempeln und Pagoden lebt hier das buddhistische Zentrum Vietnams. Die vietnamesischen Buddhisten meditieren durch Niederwerfungen. Drei- bis zu dreihundertmal verbeugen sie sich bis die Stirn den Boden berührt und legen wieder aufrecht die flachen Hände auf die Brust. Jede Niederwerfung mit einem ausgesprochenen Buddha-Namen übt Selbstlosigkeit und sammelt Verdienste an.

h_3Die Festung der Nguyen-Kaiser ist von einer großen Außenmauer umgeben, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit 24 Wachtürmen gebaut wurde und insgesamt elf Kilometer lang ist. Die Zitadelle mit der „Verbotenen Purpurnen Stadt“ nach dem Vorbild Pekings ist seit 1993 ein Weltkulturerbe. Es beherbergt neben der „Halle der Höchsten Harmonie“ auch die neun dynastischen Urnen vor dem „Pavillon der berühmten Seelen“.

h_4In Hue findet auch eine Gedenkstätte für Phan Boi Chau (1867-1940) Platz, den Vordenker Ho Chi Minhs. Phan gründete schon 1912 die Vereinigung zur Wiederherstellung Vietnams. Landesweite Demonstrationen der Bevölkerung verhinderten die Vollstreckung des von den Franzosen gegen ihn ausgesprochenen Todesurteils. Seinen lebenslangen Hausarrest verbrachte er in Hue.

h_5Die Pagode Thien Mu liegt direkt am Ufer des Parfumflusses bei Kim Long. Ihre sieben Stockwerke symbolisieren die Reinkarnationen Buddhas und sie ist die älteste Pagode in Hue. 1601 ließ sie Fürst Ngyuen Hoang an der Stelle bauen, an dem sein Räucherstäbchen erlosch. Diesen Auftrag erhielt er von einer weiblichen Erscheinung auf seiner Reise von Hanoi nach Hue. Deshalb heißt sie auch „Pagode der himmlischen Frau“.

h_6Geschichtsträchtig und spirituell – die Eindrücke der alten Kaiserstadt auf ihre Besucher am Fluss der Wohlgerüche. Auch dafür gibt es zwei Erklärungen: Mag es der Duft der Baumblüten sein, die im Frühjahr auf dem Fluss treiben oder aber dass in früheren Zeiten Sandelhölzer auf dem Song Hoang flussabwärts von den Bergen zum Meer geflößt wurden.